20. April 2023

Tipps für erfolgreiches Entrümpeln – und was es mit uns macht

Frühlingszeit ist Aufbruchszeit. Doch sieht es in Ihren Wohnräumen eher nach Stillstand aus? Haben sich zuviele Besitztümer über die Jahre angesammelt und Sie fühlen sich nicht mehr wohl in Ihren vier Wänden? Dann ist jetzt der richtige Moment, etwas zu verändern. Indem Sie Ihr zu Hause aufräumen, räumen Sie unbewusst auch in Ihrem Leben auf. Und erfinden sich womöglich neu.

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Schritt 1: Aufräumen richtig planen
Erfolgreiche Menschen gehen nie planlos durchs Leben. Sie setzen sich Ziele. Diese Einstellung hilft uns auch beim erfolgreichen Entrümpeln unseres Wohnraumes. Machen Sie die Aufräumaktion zu Ihrem ureigenen Projekt. So erhält das Entrümpeln und Ordnung schaffen die verdiente Priorität, um auch zum erwünschten Ergebnis zu führen. Vielleicht möchten Sie Ihrem Projekt sogar einen Namen geben?

Schritt 2: Etappenziele definieren
Das Entrümpeln in mehreren Etappen ist erfolgsversprechender als den einen grossen Aufräumtag einzuplanen. Wer an einem Tag das ganze Haus oder die ganze Wohnung auf den Kopf stellt, versinkt schnell im Chaos. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt, Schublade für Schublade oder Zimmer für Zimmer vor. Das hält Sie auch bei Laune.
Ein Etappenziel könnte zum Beispiel der Kühlschrank, das Bücherregal oder der Schuhschrank sein. Kleinere Ziele zeigen schnelle und sichtbare Ergebnisse. Das motiviert, um das nächste Aufräumziel anzupacken. Planen Sie in kurzen Zeitabständen, damit Sie Ihr Gesamtziel nicht aus den Augen verlieren.

Schritt 3: Fixe Zeiten festlegen
Wie viel Zeit möchten Sie investieren? Planen Sie jeweils einen ganzen Tag, einige Stunden oder täglich zwanzig Minuten ein, welche Sie für das Aufräumen und Entrümpeln investieren wollen. Schreiben Sie die Aufräumzeit wie jeden anderen Termin in Ihren Kalender und halten Sie diesen Termin ein. Setzen Sie ebenfalls ein Enddatum fest, an welchem Sie mit dem Entrümpeln Ihres gesamten Wohnraumes fertig sein wollen, ansonsten werden Sie Ihr Aufräum-Projekt irgendwann wieder begraben.

Schritt 4: Die richtige Technik
Haben Sie sich ein Ziel vorgenommen, sollten Sie zunächst Gegenstände oder Kleider vollständig aus Schränken, Schubladen oder Kisten herausnehmen. Bei dieser Gelegenheit können auch gleich die Ablagen gründlich gereinigt werden. Nun werden die Gegenstände sortiert und Zugehöriges zueinander gelegt.
Was Sie über ein Jahr lang nicht gebraucht oder angezogen haben, gehört in der Regel entsorgt. Ebenso sollten Sie mit Magazinen und Büchern verfahren. Was Sie in einem Jahr nicht gelesen haben, werden Sie kaum mehr lesen.

Schritt 5: Wohin damit  
Bereiten Sie Kisten oder Tragtaschen mit den drei Kategorien ‚verschenken‘, ‚verkaufen‘ und ’spenden‘ vor. Eine Kiste „für später aufbewahren“ sollten Sie gar nicht erst in Erwägung ziehen. Hier müssen Sie unbedingt streng bleiben: entweder der Gegenstand wird rege benutzt, macht glücklich oder er wird entsorgt.
Es ist besser, die aussortierten Gegenstände gleich wegzubringen, so kommen Sie nicht in Versuchung, diese wieder auszupacken. Brockenhäuser und Secondhand-Kleidergeschäfte freuen sich über gut erhaltene Stücke.

Schritt 6: Loslassen befreit
Wem das Loslassen schwerfällt, der kann sich damit trösten, dass das Leben ein steter Kreislauf ist. Indem wir die Dinge verschenken oder verkaufen, geben wir Sie wieder in den Kreislauf zurück. Wir machen jemand anderem Freude, statt den Gegenstand bei uns ungenutzt rumliegen zu lassen. Trauen Sie sich. Sie werden sich danach ungemein befreit fühlen.

Schritt 7: Die Einräum-Technik
Nun geht es an das richtige Einräumen. Finden Sie das für Sie passende Ordnungssystem. Nur so werden Sie die neugewonnene Ordnung auch langfristig einhalten können. Schachteln und Körbchen helfen zum Beispiel die Übersicht in Schubladen und Schränken zu behalten.
Wer nach der ultimativen Aufräum-Technik sucht, dem ist die KonMarie-Methode durchaus zu empfehlen. Die vielzitierte Japanerin Marie Kondo, der aktuelle Shooting-Star des Aufräumens, gibt hilfreiche Tipps, wie man Gegenstände sinnvoll zuordnet oder Kleider so zusammenlegt, dass sie nie mehr knittern.
Haben Sie Schränke und Tablare von Unnötigem befreit, kommen Ihr persönlicher Einrichtungsstil und Ihre Lieblingsgegenstände wieder schön zur Geltung.

Schritt 8: Die goldene Ordnungsregel
Leider dauert es oft nicht lange, da fängt die Unordnung wieder an. Damit das nicht passiert, sollte man die am Tage gebrauchten Gegenstände gleich wieder an den für sie vorgesehenen Platz zurücklegen. Wer abends die Küche ordentlich hinterlässt, steht zudem morgens anders auf, als wenn noch das Geschirr vom Abend rumsteht. Vor dem Zubettgehen noch schnell die Kaffeemaschinen mit Kaffee und Wasser füllen, so dass Sie morgens nur auf den Knopf drücken müssen, ist eine schöne Geste der Selbstfürsorge.
Es sind die kleinen Dinge, die viel bewirken. Ihr Aufräumprojekt ist auch eine gute Gelegenheit, alte Gewohnheiten zu überdenken und neue Rituale in ihrem Leben einzuführen. Fragen Sie sich bei allem: Was brauche ich, um mich gut zu fühlen?

Schritt 9: Die Belohnung
Sie haben nun Ihren Wohnraum aussortiert und sich von unnötigen Dingen befreit. Sie besitzen nur noch Gegenstände, die sie öfters benutzen oder die Sie glücklich machen. Es hat wieder Platz für Neues in Ihren vier Wänden und in Ihrem Leben. Die Gegenstände besitzen fortan nicht mehr Sie, denn alles, was Sie ausgemistet haben, muss nicht mehr von Ihnen getragen, gebraucht, geputzt oder abgestaubt werden.
Sie werden auf einmal mehr Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben haben. Alte Gegenstände aus der Vergangenheit haben Sie womöglich blockiert und Ihnen den Blick versperrt. Je mehr Sie sich von angehäuftem Ballast getrennt haben, desto präsenter sind Sie wieder in der Gegenwart und richten Ihren Blick automatisch nach vorn.
Vielleicht verspüren Sie plötzlich die Lust, sich wieder kreativ zu betätigen, einen Kurs zu besuchen oder eine Weiterbildung zu machen. Vielleicht lebten Sie jahrelang alleine und merken auf einmal, dass jetzt wieder Platz für zwei in Ihrem Zuhause und in Ihrem Herzen ist?
Wer seine Wohnräume aufräumt, räumt auch in seinem Leben auf. Alte Gewohnheiten können jetzt über Bord geworfen werden und manch einer sieht plötzlich klarer, was wirklich zählt im Leben. Vielleicht erfinden Sie sich sogar neu? Viel Freude dabei.

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